Mobilität und Verkehr

Foto von Janna Voßnacker

Wir Grüne in Reinickendorf treten an für eine Mobilität, die alle mitdenkt. Ob mit Auto, Fuß, Bus oder Fahrrad – alle Menschen in Reinickendorf sollen sicher und zuverlässig an ihre Ziele kommen. Dazu gehören Straßen ohne Schlaglöcher, verfügbare Parkplätze sowie sichere Schulwege. Kinder müssen beim Queren der
Straßen Autos rechtzeitig erkennen können – und auch selbst erkannt werden. Menschen in hohem Alter sowie Menschen mit Behinderungen sind gleichermaßen auf barrierefreie Busse und Bahnen angewiesen.

Kurz und Knapp – Unser Plan für die Mobilität

Wir wollen, dass in Reinickendorf alle mobil sein können, egal ob per Fuß, oder Rad, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch die Menschen, die auf das Auto angewiesen sind. Alle sollen sicher und zuverlässig an ihr Ziel kommen.

Besonders wichtig ist es uns, Kinder selbständig mobil zu machen. Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder und Jugendliche sicher unterwegs sein können, gut gesehen werden sowie selbst die Straßen gut einsehen und queren können.

Auch wichtig: Öffis zuverlässiger machen! Viele Busse stehen zu häufig im Stau und vor roten Ampeln. Wir sorgen mit gezielten Maßnahmen dafür, dass Busse überall in Reinickendorf zuverlässig und häufig fahren. Für Pendler*innen aus Heiligensee und Tegel bauen wir die S-Bahn in die Stadt aus – für pünktliche Fahren im 10-Minuten-Takt.

Für die Erreichbarkeit von Arbeit, Freizeit und Einkaufsmöglichkeiten sorgen wir für sichere Fahrradwege. Wir beenden das Parken und Halten in zweiter Reihe, indem wir tagsüber Halteflächen für Gewerbe, Handwerk, Pflegedienste und Lieferverkehr ausweisen.

Für Menschen im hohen Alter, mit Behinderungen, Rollator und Kinderwagen oder im Rollstuhl beseitigen wir Hindernisse im Alltag; senken Bordsteine, glätten Querungen auf Kopfsteinpflaster und sorgen für ein ebenerdiges Einsteigen in den Bus.

Straßen für alle

Unsere Straßen in Reinickendorf fühlen sich nicht für alle Verkehrsteilnehmenden sicher an. Rad fahren ist in Reinickendorf vielerorts unsicher und dazu sind viele genervt von der langen Suche nach einem freien Parkplatz. Handwerker oder Lieferdienste sind genötigt, in zweiter Reihe zu parken.

Wir Grüne haben das Ziel, dass alle, die auf ein Auto angewiesen sind, in Reinickendorf gute Bedingungen vorfinden. Wir werden in der Bezirksverordnetenversammlung darauf hinwirken, dass wir für ganz Reinickendorf gute Standorte für Ladesäulen ausweisen.

Wir wollen, dass Fahrräder, Fußgänger*innen und Autofahrende weniger vor roten Ampeln stehen. Dort wo möglich, wollen wir unübersichtliche Kreuzungen durch Kreisverkehre ersetzen, um unnötige Wartezeiten vor Kreuzungen zu reduzieren. Sehr häufig müssen Fußgänger*innen beim Überqueren großer Straßen auf der
Mittelinsel warten. Eine Ampelphase muss zum Überqueren der Straße reichen.

An großen Kreuzungen muss auch die Sicherheit für Menschen auf dem Fahrrad verbessert werden, was durch gesicherte Linksabbiegerstreifen ermöglicht werden soll. Der Fahrradverkehr in Reinickendorf muss ausgebaut werden. An vielen Straßen gibt es keine oder sehr schmale Fahrradwege. Zwischen Wohnungen, Schulen, Kitas, Einkaufsmöglichkeiten, Arbeitsplatz sowie Freizeitmöglichkeiten werden wir sichere Radwege errichten. Das bedeutet zum einen die Schaffung von Schnellradwegen auf wichtigen Verbindungen durch Reinickendorf und gleichzeitig die Erreichbarkeit aller Orte im Alltag mit dem Fahrrad. Dabei wollen wir uns an die Vorgaben des Mobilitätsgesetzes halten. Alle geeigneten Einbahnstraßen werden für Fahrräder in Gegenrichtung freigeben.

Bereits in den letzten Jahren konnten wir zur Verbesserung des Radverkehrs einige Erfolge erreichen. In Hermsdorf gibt es am Bahnhof beispielsweise dank grüner Arbeit eine sichere Abstellmöglichkeit für Fahrräder. Diesen Erfolg wollen wir auf weitere Stationen ausweiten. Zu oft wird übersehen, wie viele
Wege zu Fuß zurückgelegt werden. In Reinickendorf fehlen sichere Straßenquerungen mit guter Sicht und abgesenkten Bordsteinen. Bei Querungen von Kopfsteinpflastern werden wir die Fußgängerüberwege asphaltieren und wichtige Fußrouten als sichere Wege auswiesen. Wo es bislang keine befestigten Gehwege gibt, schaffen wir diese. Unsichere Unterführungen verbessern wir durch mehr Licht und Sauberkeit.

Zuverlässige Busse und Bahnen

Pünktliche S-Bahnen in Reinickendorf

Die Busse in Reinickendorf sind häufig unzuverlässig. Wir werden uns gemeinsam mit dem Land Berlin dafür einsetzen, dass die Busse pünktlicher, schneller und häufiger fahren. Dazu gehört ein gesicherter 10 Minutentakt auf allen Linien sowie eine Priorisierung von Bussen an allen Ampeln. Reinickendorf hat für Busse einige Verspätungsquellen wie beispielsweise die Kreuzungen an der U-Bahnhaltestelle Wittenau. Hier werden wir mit gezielten Maßnahmen, beispielsweise der Priorisierung an der Ampel sowie besseren Haltemöglichkeiten für die Busse Abhilfe schaffen. Sofern für die Verbesserung der Pünktlichkeit notwendig, werden wir vom Land Berlin und der BVG einfordern, dass an Endhaltestellen immer ein Bus verfügbar gehalten wird. Wir werden die Anzahl der Haltestellen mit Wetterschutz und Displays mit aktuellen Informationen deutlich erhöhen. Um gefährliche Kreuzungen von Bus und Radverkehr zu vermeiden, bauen wir Haltestellen als Kaphaltestellen in die Straße vor. Das verbessert die Barrierefreiheit und verhindert riskantes Wiedereinfädeln in den Verkehr.

Bisher gibt es in Reinickendorf keine Tramlinien. Wir fordern die Umsetzung des Bündnis ProStraßenbahn. Prioritär wollen wir dabei gemeinsam mit dem Land Berlin eine Tramstrecke von Jungfernheide über den Kurt-Schumachter-Platz, Wittenau und das Märkische Viertel bis zur bestehenden Straßenbahnlinie in Rosenthal
umsetzen. Als Bezirk achten wir darauf, dass die Ollenhauer Straße nur unter Berücksichtigung der Tram saniert wird. Wir erwarten vom Land Berlin und der BVG die termingerechte Fertigstellung der U6 nach Tegel und fordern die Umsetzung des 4min-Takt.

Für die U8 fordern wir die schon seit Ewigkeiten versprochene Verlängerung ins Märkische Viertel. Wir achten in Kombination mit der zu bauenden Straßenbahnlinie auf eine gute Erreichbarkeit. Gerade die U8 ist teilweise
aktuell unzuverlässig, zu wenig Fahrzeuge oder Störungen. Die Informationen an den Anzeigen stimmen häufig nicht. Wir nehmen das Land Berlin sowie die BVG in die Verantwortung, dass sie die Zuverlässigkeit der U-Bahn wieder deutlich besser wird.

Reinickendorf muss besser an die S-Bahn angebunden werden. Wir unterstützen das Land Berlin bei der Umsetzung des 10 Minuten-Takts der S 25 nach Tegel und fordern die aktuell wohl nicht geplante Weiterführung des 10 Minuten-Takts über Schulzendorf und Heiligensee bis Hennigsdorf. Wir sehen es kritisch, dass die Umsetzung noch bis in die 2030er Jahre andauert und erwarten eine schnellere Umsetzung. Die Verlängerung der S-Bahn nach Velten wird den Landkreis Oberhavel und den Bezirk Reinickendorf zusammenbringen.

Reinickendorf hat als einer von wenigen Bezirken keinen Regionalverkehr. Gerade die Anbindung von Reinickendorf an das brandenburgische Umland ist erschwert. Wir erwarten, dass das Land Berlin die Planung für den Regionalverkehr von der Stadtmitte über Tegel nach Hennigsdorf sowie nach Velten und Neu-Ruppin
wiederaufnimmt. Wir unterstützen die Wiederaufnahme der Nordbahn mit einem Regionalhalt in Wittenau als perspektivische Entwicklung.

Für Orte wie Lübars, Heiligensee, Tegel-Ort oder Konradshöhe wollen wir Rufbusse einführen. Wir achten daneben, dass die Erreichbarkeit innerhalb Reinickendorfs und in die benachbarten Bezirke verbessert wird. Sichere Schulwege – eine Sorge weniger für die Eltern Kinder sollen in Reinickendorf sicher zur Schule kommen. Der beste Weg in die Schule geht zu Fuß, Fahrrad oder über die Öffis.

Wir sorgen für sichere, freie Schulwege ohne Falschparker, stellen dem Straßen- und Grünflächenamt ein eigenes Budget für Schulwegsicherheit bereit und setzen Vorschläge von Eltern und Schüler*innen prioritär um. Schulische Mobilitätsarbeitsgruppen und das Programm der Schülerlotsen stärken wir in
Sichtbarkeit und Sicherheit.